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Das Venn und seine Geschichte |
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Erste unstreitige Spuren menschlicher Besiedlung des Hohen Venns reichen bis zum frühen Mittelalter zurück. Dies ergibt sich aus einer überraschenden Entdeckung ... einer gepflasterten Straße auf Holzfundament. Nachfolgende archäologische Entdeckungen wie auch historische Dokumente bestätigen immer wieder, daß das Venn im Laufe der Jahrhunderte von Menschen geprägt - und weit davon entfernt war - von jenen gemieden worden zu sein. Reisen wir in die Vergangenheit ... |
1830
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Belgien wird unabhängig. Seine Grenzen verliefen noch nicht so wie heute; so durchschnitt seine Grenze mit Preussen z.B. das Venn bei der Baraque-Michel. Zwecks deren Festlegung wurden 1839 die Grenzsteine B-P (Belgien-Preussen) aufgestellt.
Belgisch-Preussischer Grenzstein |
vers
1812
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Michel Henri Schmitz, Steinmetz und gebürtiger Rheinländer lässt sich in einer einfachen Hütte auf der Hochebene nieder. Seine Gründe bleiben unbekannt. Nach seinem Tod im Jahre 1819 wählt seine Familie ihrerseits ihr Domizil im Venn, dies allerdings aus kommerziellen Gründen: Einrichtung eines Knotenpunkts für Reisende, welche die Hochebene durchqueren. Bald übernehmen sie eine nützliche Aufgabe: Glockensignale bei Nebel, um Verirrten den Weg zu zeigen. Mehr als 120 Personen wurden so im Laufe des 19. Jahrhunderts gerettet. Baraque-Michel um 1900 |
1755-1756
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Zu Zeiten des "Ancien Régime" teilten mehrere Staaten das Hohe Venn unter sich auf. Diese Situation findet ihren Ursprung im Zerstückelungsprozess des Feudalsystems. 1755 wurde mittels Grenzfestlegungen versucht, Gebietsansprüche zwischen dem Herzogtum Limburg, dem Herzogtum Luxemburg und dem Territorium des Klosters von Stavelot-Malmedy zu klären.
Der Grenzstein bei Trois Coins (Botrange) |
1595
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In seinem "Atlas Universel" legt Mercator die Herberge von "Mon Piette" an den Rand des heutigen Venns der "Deux Séries" wobei er dutzende Dörfer unbeachtet lässt. Er erwähnt ebenfalls zwei weitere Venn-Herbergen: "Tsur Kalde Herberge" und "Zoerbroeth".
Alta palus ("haut marécage") désigne ici les Hautes-Fagnes |
1566
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Die Panhaus' und Hauptmann's, zwei Händlerfamilien, lassen drei Steinsäulen auf der Hochebene errichten. Diese säumten eine Route, welche früher zur Durchquerung des Venns genutzt wurde und dienten als ungefähre Orientierungen in einer öden Heidelandschaft.
Colonne Panhaus |
1444 |
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Die Nutzungsrechte im "Wallonischen Venn" werden in einem Vertrag festgelegt. Diese Rechte beinhalteten die Betätigungen Beweidung, Mahd, Rodung und Torfstechen, ... welche die dörflichen Gemeinschaften im Allgemeinen im Venn auzuüben berechtigt waren. Mahd im Venn im ausgehenden 19. Jahrhundert |
Um 700
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Le Pavé Charlemagne. Lange Zeit als römische Route gedeutet, wurde diese Straße in Wirklichkeit im frühen Mittelalter (7.-8. Jahrhundert) erbaut. Die angewandte Technik offenbart den Einfallsreichtum der Erbauer, das Sumpfgebiet zu bezwingen. Eine Steinschicht stützt sich auf einer Holzkonstruktion, die einer "langen Brücke" ähnelt. Die Bezeichnung "Via Mansuerisca" ist nur ein einziges Mal in einem Schriftstück erwähnt, welches die Gebietsgrenze des Klosters von Stavelot-Malmedy beschrieb. Den Einheimischen war diese Straße eher als "Pavé Charlemagne" ("Befestigter Weg Karls des Großen") |